Wie die Integration ausländischer Pflegekräfte gelingt

Immer mehr Pflegekräfte kommen aus dem Ausland. Dass sich ihre Integration als schwierig erweist, belegt eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Der Grund dafür sind meist Unwissenheit der Betroffenen sowie fehlendes oder mangelhaftes Integrationsmanagement.

Im Rahmen der Studie „Betriebliche Integration von Pflegekräften aus dem Ausland“ wurden aktuelle Statistiken ausgewertet sowie rund 60 unterschiedliche Akteure aus dem Bereich der Pflegefachkraftmigration interviewt. Die Forscher kommen zu aufschlussreichen Ergebnissen:

Häufig sind fehlende Transparenz und mangelnde Aufklärung die Ursache für Gruppenbildung und Unzufriedenheit, sowohl auf Seiten der neu migrierten als auch der etablierten Pflegefachkräften. So führt z. B. fehlendes Wissen über die unterschiedlichen Ausbildungssysteme der verschiedenen Länder zu Missverständnissen, fehlende Anerkennung und mangelndes Verständnis füreinander. Ungewollt spaltet oft sogar das eigene Management die Belegschaft in zwei Parteien. Wenn ausländische Fachkräfte Unterstützung bei der Wohnraumbeschaffung erhalten und einheimische Kollegen nicht, führt dies unweigerlich zu Missgunst und dem Gefühl von Ungerechtigkeit auf Seiten des Stammpersonals.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Integration ausländischer Pflegekräfte nur mit einem kompetenten Integrationsmanagement gelingen kann. Bereits in der Ausbildung sollten Pflegefachkräfte für Systemunterschiede sensibilisiert werden. Das Management hat die Aufgabe, Gleichberechtigung vorzuleben. Nur so können Orte geschaffen werden, in denen Heterogenität für einen konstruktiven Austausch unter gleichberechtigen Fachkräften genutzt wird und zu dringend benötigten innovativen Lösungen für die Pflege führt.

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