Erfolgreiche Integration von Pflegekräften aus Drittstaaten durch interkulturelles Training

Besuch einer Delegation chinesischer Pflegeexperten

15 chinesische Krankenschwestern auf neue Beruftstätigkeit bei deutschem Pflegedienstleister vorbereitet

Düsseldorf, 23.9.19. Mit medizinischen Fachkräften aus dem Ausland schließen immer mehr Kliniken und Pflegeanbieter in Deutschland die dünne Personaldecke. Doch wie gelingt die Zusammenarbeit in einem internationalen Team von Pflegekräften? Die Antwort der Personal- und Unternehmensberatung Onea Care mit Sitz in Düsseldorf heißt Ausbildung und Training in interkultureller Kompetenz sowohl für das deutsche Pflegeteam als auch für die Pflegekräfte aus Drittstaaten, wie zum Beispiel China oder den Philipinnen.

Gemeinsam mit der Onea Care aus Düsseldorf bereitet ein privater Pflegedienstleister in Nordrhein-Westfalen gerade die Einstellung von 15 Krankenschwestern aus China vor. Ein interkultureller Workshop schließt nach einer einjährigen fachlichen und sprachlichen Vorbereitungsphase im Land die Vorbereitung ab. In dem Workshop erhalten die zukünftigen Mitarbeiterinnen wichtige Informationen zum Thema Leben und Arbeiten in Deutschland und werden für die kulturellen Unterschiede und wie man damit umgehen kann sensibilisiert.

„In unseren interkulturellen Workshops legen wir Wert auf Kommunikationsübungen und praktisches Erleben, weil wir davon überzeugt sind, damit einen nachhaltigen Lernerfolg zu erzielen“, sagte Leon Bauer, Geschäftsführer der Onea Care. Bauer will dabei Kenntnis und Verständnis für die jeweils andere Kultur wecken. So ist zum Beispiel in der chinesischen Kultur die Hierachie deutlich stärker ausgeprägt als in Deutschland, Individualität wird in Deutschland größer geschrieben als in China.

Sich dieser unterschiedlichen Prägungen bewusst zu werden und Handlungsstrategien zu erarbeiten, soll zu einer erfolgreichen Integration der ausländischen Pflegekräfte und zu einer möglichst konfliktfreien Zusammenarbeit in den multikulturellen Pflegeteams beitragen. Inhalt einer Übung im Rahmen des Workshops in China war ein Konflikt um die Dienstplangestaltung an einem Feiertagswochenende, an dem deutsche und chinesische Mitarbeiter aus guten Gründen am liebsten frei haben wollten. Im Rollenspiel wurde die chinesische Gruppe aufgeteilt in eine Gruppe chinesischer und eine Gruppe deutscher Mitarbeiter. Jede Gruppe erhielt eine Anleitung für die jeweils länderspezifischen Kommunikationsstile deutsch bzw. chinesisch und konnte in der Übung die Auswirkung auf die andere Gruppe ganz praktisch erfahren. Ziel der Übung war es, bei entgegengesetzen Interessen, eine einvernehmliche Lösung für die notwendige Besetzung des Dienstplans am Feiertagswochenende zu finden.

Während das chinesische Team kurz vor der Ausreise nach Deutschland steht, hat sich auch das deutsche Pflegeteam unter Anleitung von Onea Care auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen vorbereitet und sich mit den kulturellen Unterschieden vertraut gemacht. „Onea Care legt Wert darauf, im Miteinander der Kulturen nicht nur die Spitze des Eisbergs zu betrachten, sondern auch die den Kulturen zugrunde liegenden Werte zu verstehen“, erklärte Bauer. Sein Modell des interkulturellen Trainings basiert auf dem Konzept der Kulturdimensionen des Kulturwissenschaftlers Geert Hofstede. „Grundsätzlich ist es wichtig, die fremde Kultur als Bereicherung zu sehen und offen aufeinander zuzugehen“, so die Erfahrung des ehemaligen Managers.

Allerdings gelten in der Pflege auch klare Regeln und Grenzen. „Bei der Patientensicherheit hört das Verständnis für die andere Kultur auf. Hier müssen klare Standards und Vorgaben von allen Mitarbeitern – egal aus welcher Nation – eingehalten werden“, sagte Bauer. Mit einem Ausbildungsprogramm für die Anerkennung als Fachkraft startet dann auch das Onboarding bei dem deutschen Arbeitgeber. Berater Bauer und die Integrationsbeauftragte und Praxisanleiterin der deutschen Klinik sorgen gemeinsam dafür, dass auch der nächste Schritt der Integration in den deutschen Pflegemarkt gelingt.

Onea Care stimmt die interkulturellen Workshops auf die länderspezifischen Besonderheiten des zukünftigen medizinischen Fachpersonals aus Ländern wie China, Russland, Philipinen und Iran ab.

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